Beschlussvorlage - VO/2023/6319-45
Grunddaten
- Betreff:
-
Behandlung eines Antrags aus der Bürgerversammlung vom 19.01.2023: Errichtung einer Gedenk- und Erinnerungsstätte für die seit den 1950er Jahren Vertriebenen und Geflüchteten, die nach Bamberg kamen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 45 Kulturamt
- Referent:in:
- Ulrike Siebenhaar
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kultursenat
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Entscheidung
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Mar 9, 2023
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I. Sitzungsvortrag:
In der Bürgerversammlung am 19.01.2023 im Pfarrsaal St. Otto wurde gemäß Niederschrift vom 26.01.2023 folgender Antrag (Nummer 20) gestellt:
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, sich der Idee einer Gedenk- und Erinnerungsstätte zu widmen, die denen gedenkt, die seit den 1950er Jahren als Vertriebene und Geflüchtete nach Bamberg kamen, um hier Sicherheit und Freiheit zu finden. Der Migrantinnen und Migrantenbeirat und Gruppen wie Amnesty International sind dabei mit einzubeziehen.
Bei der Benennung der Straßen und Plätze auf dem ehemaligen Konversionsgelände – abgehend von der Weißenburgstraße/sog. Lagarde-Campus – wurde darauf geachtet, dort besonders Persönlichkeiten zu wählen, die sich um die Achtung der Menschenrechte, die Völkerverständigung und die Deutsch-Amerikanische Freundschaft verdient gemacht hatten oder bei der Entstehung der Weimarer Republik 1919, der Bamberger Verfassung, der Bayerischen Verfassung 1946 oder dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland entscheiden mitgewirkt haben. Damit wurde auch ein Ort der Erinnerungskultur geschaffen. Als besondere Würdigung wurde der neue Platz in unmittelbarer Nähe der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime, zwischen der Post- und Reithalle als „Platz der Menschenrechte“ benannt (damals auch ein Vorschlag der Ortsgruppe von Amnesty International).
Zur Fertigstellung des Platzes hat die Ortsgruppe Bamberg von Amnesty International angeboten, dort eine Skulptur aufzustellen, die alle Artikel der Erklärung der Menschenrechte in überlebensgroßer Buchform darstellt. Die Skulptur würde dort – vorerst temporär - aufgestellt und auf die besondere Bedeutung der Menschenrechte hinweisen. Bei diesem Festakt könnte ganz konkret auch auf die Menschen hingewiesen werden, die – in Umsetzung der Menschenrechte - in Bamberg Schutz gesucht und gefunden haben und wie sie die Gemeinschaft bereichert haben.
Gespräche mit der Ortsgruppe von Amnesty International wurden bezüglich der Skulptur bereits geführt und auch das Gremium Kunst im öffentlichen Raum wird zur Festlegung eines geeigneten Standortes auf dem Platz der Menschenrechte rechtzeitig eingebunden.
II. Beschlussvorschlag
II. Beschlussvorschlag:
- Der Kultursenat nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
- Der Antrag Nummer 20 aus der Bürgerversammlung am 19.01.2023 ist gemäß den Bestimmungen der Gemeindeordnung behandelt.
- Der Kultursenat beauftragt die Verwaltung, den Antragsteller über diesen Beschluss zu unterrichten.
III. Finanzielle Auswirkungen:
Der unter II. empfohlene Beschlussantrag verursacht
x | 1. | keine Kosten |
| 2. | Kosten in Höhe von für die Deckung im laufenden Haushaltsjahr bzw. im geltenden Finanzplan gegeben ist |
| 3. | Kosten in Höhe von für die keine Deckung im Haushalt gegeben ist. Im Rahmen der vom Antrag stellenden Amt/Referat zu bewirtschaftenden Mittel wird folgender Deckungsvorschlag gemacht: |
| 4. | Kosten in künftigen Haushaltsjahren: Personalkosten: Sachkosten: |
Falls Alternative 3. und/oder 4. vorliegt:
In das Finanzreferat zur Stellungnahme.
Stellungnahme des Finanzreferates:
