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ALLRIS - Vorlage

Berichtsvorlage - VO/2024/7441-R4

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Beratungsfolge

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 I. Sitzungsvortrag:

Grundlage der touristischen Arbeit in Bamberg

Bambergs Tourismus lief vor und in den von Corona geprägten Jahren gut, die Kommunikations- und Vertriebsarbeit des BAMBERG Tourismus & Kongress Service (TKS) hat die Grundlagen gelegt für eine positive Entwicklung, von der eine erhebliche Zahl an Menschen und Betrieben in Bamberg und im Bamberger Land profitieren konnten. Diese Leistungsträger haben ihrerseits gute Arbeit geleistet und tun dies nach wie vor. Bamberg hat einen hervorragenden Ruf in der Branche und bei den Gästen. Die nahezu vollständige Erholung des Tourismus im vergangenen Jahr verdeutlicht diesen hohen Stellenwert.

Allerdings beruht die Arbeit des TKS seit vielen Jahren auf strategischen Annahmen aus den Jahren 2006-2007. In diesen Jahren wurde das letzte klassische Tourismuskonzept für Bamberg konzipiert für den Zeitraum 2007 - 2013. „Klassisch“ insofern, als das Konzept neben der Aufstellung der wichtigsten Aussagen zu Strategie, Themen und Maßnahmen vor allen Dingen quantitative Ziele im Blick hatte. Ein solcher Ansatz ist überholt.

Derzeit findet eine engagierte Steuerung des Tourismus aufgrund vieler Einzelmaßnahmen und zahlreicher Projekte und Kampagnen des TKS statt. Ein übergreifendes Leitbild sowie ein touristisches Entwicklungskonzept mit strategischer Zielsetzung gehören zu den Aufgaben aus der Sicht der Verwaltung. 

Der bayerische Ansatz zu nachhaltigem Tourismus

Der höchste touristische Verband in Bayern, die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM), im Auftrag des damals zuständigen Bayerischen Wirtschaftsministeriums, zusammen mit vielen Touristikern und Fachleuten -  auch Vertretern aus Bamberg - ein "Tourismuskonzept für Nachhaltigen Tourismus" erstellt, das als Blaupause für ganz Bayern gelten soll und durch je eigene Umsetzungen in allen Städten und Regionen Bayerns den Tourismus mit einem gemeinwohlorientierten Ansatz in die Zukunft führen soll.

Der TKS sieht hier nun die Chance, in einem zum Teil geförderten Ansatz, die strategische Grundausrichtung des Tourismus in Bamberg und im Bamberger Land zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen. Durch die intensive Vorarbeit des bayerischen Konzepts kann auch auf deren Leistungen und Ideen aufgebaut werden und dieses Wissen und die Leitfragen entsprechend genutzt und für die Bamberger Gegebenheiten und Verhältnisse umgearbeitet werden. So können auch externe Kosten gespart werden.

Das Ziel des bayerischen Ansatzes ist eine ganzheitliche und gemeinwohlorientierte Betrachtung des Tourismus, der neben ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit auch soziale und ökonomische Ziele verfolgt und sich im Großen und Ganzen auch an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert. 

Dieses Konzept baut auf der sog. „Bayern-Matrix“ auf. Diese Übersicht in Tabellenform verknüpft anschaulich die Zielgruppen und Interessensgruppen des Tourismus mit den Themen, die für den zeitgemäßen Tourismus in Zukunft wichtig sein werden. Jedes Feld dieser Matrix enthält so seine eigenen Leitfragen, Zielvorstellungen und Visionen sowie konkrete Handlungsanweisungen. Bei den Zielgruppen spielen neben den Gästen u.a. die Einheimischen oder auch Mitarbeitende eine gleichberechtigte Rolle. Bei den Themen stehen u.a. Ökologie, aber auch soziale Gerechtigkeit, Transparenz oder Mitbestimmung in der Matrix.

Mehr Infos zur Matrix gibt es unterhttps://tourismus.bayern/nachhaltige-destinationsentwicklung/

„Nachhaltiger Tourismus“

Der TKS hat sich unter dem Dach der Tourismuskooperation „Bamberg und das Bamberger Land“ für Stadt und Landkreis auf den Weg gemacht, anhand dieser Matrix die Ziele und Visionen dieses Konzepts auch für unsere Region umzusetzen.

Denn ein Tourismus, der nicht auf die Belange der Umwelt und der Menschen in seinem Umfeld sowie auf die Verträglichkeit für Stadt, Land und Leute achtet, wird auf Dauer keinen Bestand haben. Dieser Weg ist unumgänglich.

Ziel ist ein touristisches Leitbild, das die Leitplanken festlegt, innerhalb derer sich der Tourismus in Zukunft bewegen soll. Formuliert werden sollen eine Vision, Leitlinien und einzelne Ziele, aber zu diesem Zeitpunkt noch kein Konvolut an Maßnahmen. Diese folgen in einem zweiten Schritt, sobald das Leitbild abgesegnet ist. 

 

Am 25. April 2023 fand im Tagungsraum der Tourist Information ein einführender Vortrag von Christian Nordhorn der BayTM statt mit anschließender Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Branche und aus dem Landkreis und der Stadt. Seitens der Spitzen von Stadt und Land war der Stellv. Landrat Bruno Kellner auf dem Podium sowie für die Stadt die Tourismusreferentin Ulrike Siebenhaar. Auch die Mitglieder des Stadtrats waren hierzu eingeladen gewesen.

Neben der grundsätzlichen Informationsvermittlung des bayerischen Ansatzes für Nachhaltigen Tourismus wurde für den städtischen Bereich vor allen Dingen die Verträglichkeit des Tourismus als maßgebliches Themenfeld herausgestellt, für den Landkreis entpuppte sich vor allen Dingen die Mobilität, sprich die Erreichbarkeit der Gemeinden und Attraktionen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, als Knackpunkt zukünftiger touristischer Entwicklung.

Am 25. Mai 2023 fand ein ganztägiger Workshop im kleineren Rahmen statt. Ziel des Workshops war die Erarbeitung einzelner Aspekte der Matrix für die Destination Bamberg und das Bamberger Land sowie die Adaption der darin aufgezeigten Instrumente auf die spezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen für Stadt und Landkreis Bamberg. Hierzu wurden gezielt einzelne Vertreterinnen und Vertreter aus dem ganzen Spektrum der Branche und aus den Themen Nachhaltigkeit und Ökologie eingeladen.

Die beiden von der Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) und FrankenTourismus kofinanzierten Veranstaltungen waren ein Startpunkt, um erste Schritte gemeinsam mit etlichen Partnern und Leistungsträgern zu gehen.

Im Sommer und Herbst 2023 fanden verschiedene Fortbildungsveranstaltungen und Vertiefungsworkshops der touristischen Verbände statt, an denen Mitarbeitende des TKS teilnahmen.

Seit dem Herbst erarbeiten die Touristiker aus dem Steuerungskreis der Tourismuskooperation Bamberg und das Bamberger Land im kleinen Kreis auf der Basis der Ergebnisse der beiden Vorabveranstaltungen und der Vertiefungsworkshops einen Grobentwurf für das strategische Konzept mit Vision, Leitlinien und Zielbereichen.

Weiteres Vorgehen

Dieser Entwurf wird nach Fertigstellung noch im ersten Quartal 2024 den Vertreterinnen und Vertreten der Fraktionen, Wählergruppierungen und Ausschussgemeinschaften des Stadtrats vorgestellt und zur Diskussion geboten. Mit dem Ergebnis aus dieser Runde geht der dann ggf. angepasste Entwurf im Laufe des zweiten Quartals 2024 in zwei Veranstaltungen mit Leistungsträgern aus dem Tourismus und in eine Veranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger von Bamberg Stadt und Land sowie in eine Besprechung mit allen Mitarbeitenden des TKS.

Spätestens im Herbst 2024 soll das fertige Leitbild im Stadtrat vorgestellt werden.

Ein „Tag des Tourismus“ im November 2024 kommuniziert dann das fertige Leitbild auch wieder der Öffentlichkeit und stellt den Tourismus in Bamberg in all seinen Facetten vor, wenn der Stadtrat das Konzept bewillligt.

Ab Ende Januar 2024 wird es auf dem Tourismusblog blog.bamberg.info eine eigene Plattform geben, auf der alle Hintergrundinfos und Unterlagen, die Diskussionsformate und Termine öffentlich gemacht werden, um größtmögliche Beteiligung Interessierter und Betroffener herzustellen. Eine regelmäßige Rubrik im Partnernewsletter des TKS informiert über die Fortschritte in der Leitbildentwicklung und bei einzelnen Themen.

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II. Beschlussvorschlag

1. Der Sitzungsvortrag hat zur Kenntnis gedient.

2. Der Kultursenat stimmt der vorgeschlagenen Vorgehensweise zu. 

 

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III. Finanzielle Auswirkungen

Der unter II. empfohlene Beschlussantrag verursacht

 X

1.

Keine Kosten

 

2.

Kosten in Höhe von   für die Deckung im laufenden Haushaltsjahr bzw. im geltenden Finanzplan gegeben ist

 

3.

Kosten in Höhe von   für die keine Deckung im Haushalt gegeben ist. Im Rahmen der vom Antrag stellenden Amt/Referat zu bewirtschaftenden Mittel wird folgender Deckungsvorschlag gemacht:

 

4.

Kosten in künftigen Haushaltsjahren:   Personalkosten:   Sachkosten:

 

Falls Alternative 3. und/oder 4. vorliegt:

In das Finanzreferat zur Stellungnahme.

Stellungnahme des Finanzreferats:

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Verteiler:

 

Referat 4

TKS - Amt 17

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