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ALLRIS - Vorlage

Berichtsvorlage - VO/2025/8919-492

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Beratungsfolge

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I. Sitzungsvortrag:

 

1.    Vorgeschichte

In den vergangenen Jahren wurden seitens der Stadt Bamberg wiederholt Gespräche mit den Sportvereinen im Bamberger Süden geführt, insbesondere mit dem Ziel, die vorhandenen Rasenplätze im Bereich der Schleuse effizienter auszulasten und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu fördern.

Bereits am 20.02.2019 fand unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Dr. Lange ein erstes Gespräch mit Vertretern des BSC, des FC Sportfreunde Bamberg sowie der TSG 05 statt. Der SC 08 war eingeladen, jedoch nicht anwesend. Hintergrund war die drohende Auflösung des ASV Viktoria Bamberg und die damit verbundene Option, den frei werdenden Sportplatz für andere Vereine – insbesondere die TSG 05 – nutzbar zu machen. Die TSG 05 erklärte sich in diesem Fall bereit, im Gegenzug auf den Platz am Klemens-Fink-Zentrum zu verzichten. Alternativ wurden eine Interimsnutzung durch den FC Wacker sowie eine perspektivische Nutzung durch den Türkischen Sportclub diskutiert. Sollte der ASV Viktoria jedoch fortbestehen, wären keine Änderungen an der damaligen Platzsituation möglich gewesen. Eine gemeinsame Nutzung wurde ausgeschlossen.

Am 15.01.2020 fand ein weiteres Gespräch im Rathaus Maxplatz statt. Teilgenommen haben erneut Vertreter der TSG 05, des BSC sowie des ASV Viktoria. Im Fokus standen Überlegungen zur Bildung von Spielgemeinschaften, insbesondere im Jugendbereich, sowie zur verbesserten Auslastung der vorhandenen Spielfelder. Während sich der BSC offen für Kooperationen zeigte, machte die TSG 05 erneut auf ihren dringenden Bedarf an zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten aufmerksam, insbesondere für Kinder- und Jugendmannschaften. Kritisch wurde angemerkt, dass viele Vereine zu sehr an eigenen Strukturen festhielten und sich kaum für zeitgemäße, gemeinschaftliche Lösungen öffneten. Der ASV Viktoria zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit. Vertreter der Sportfreunde und des SC 08 nahmen am Termin nicht teil. Es wurde jedoch festgehalten, dass auf deren Anlagen noch Potenziale für eine Mitnutzung bestehen. Ergebnis der Besprechung war die Vereinbarung, sich künftig zur Abstimmung von Platzkapazitäten zu treffen.

Mit Schreiben vom 18.07.2020 an den Oberbürgermeister beantragte die TSG 05 die Übernahme des Sportplatzes des ehemaligen ASV Viktoria Bamberg an der Forchheimer Straße. Begründet wurde dies mit der hohen Anzahl an Mannschaften (23, davon zahlreiche Jugend- und Juniorinnenmannschaften) sowie der Bedeutung der Jugendarbeit. In seiner Antwort vom 06.08.2020 erklärte der Oberbürgermeister, dass Gespräche mit den verbliebenen Verantwortlichen des ASV Viktoria stattfänden. 

Ein weiteres Gespräch fand am 10.11.2021 unter Leitung des Oberbürgermeisters sowie Herrn Dr. Pfeufer mit Vertretern von BSC, FC Sportfreunde, SC 08, TSG 05 sowie der Jugendfördergemeinschaft statt. Dabei wurde der Status quo der Vereine erfasst: BSC und Sportfreunde verfügten jeweils über eine Herrenmannschaft, der SC 08 über zwei Herrenmannschaften und eine mögliche Jugendmannschaft. Die TSG 05 stellte mit 21 Mannschaften – darunter viele Jugendteams und eine Damenmannschaft – den größten Teil. Die Jugendfördergemeinschaft zwischen TSG 05 und Post SV sollte 2022 aufgelöst werden. Diskutiert wurden Optionen wie die Bildung von Spielgemeinschaften, das Teilen von Spielfeldern sowie eine altersklassenbezogene Kooperation. Es wurde festgestellt, dass BSC und TSG 05 bereits voll ausgelastet waren, während beim SC 08 und bei den Sportfreunden noch Kapazitäten bestanden.

Am 18.07.2024 beantragte die Stadtratsfraktion Grünes Bamberg die Einrichtung eines Runden Tisches unter Federführung des Oberbürgermeisters. Ziel war die Erfassung der Platzbedarfe und -kapazitäten der fünf betroffenen Vereine im Bamberger Süden (TSG 05, BSC 1920, SC 08, FC Sportfreunde und Post SV), um Synergieeffekte zu identifizieren und ein abgestimmtes Platzmanagement zu entwickeln.

Der Oberbürgermeister antwortete mit Schreiben vom 14.08.2024. Darin verwies er auf bereits geführte Gespräche in den Jahren 2020 und 2021, die allerdings ohne konkretes Ergebnis geblieben waren. Vorschläge zur Bildung von Spiel- oder Jugendfördergemeinschaften wurden nicht aufgegriffen.

Im Herbst 2024 wurden daher gezielt Einzelgespräche mit dem SC 08, den Sportfreunden und der TSG durch Frau Kepic geführt. Dabei wurde festgestellt, dass in den Sommermonaten vereinzelt Trainingszeiten für andere Vereine wie die TSG 05 oder den BSC zur Verfügung stünden, woraufhin Frau Kepic auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung hingewiesen hat. Gleichzeitig wurde Kritik an der langen Sperrzeit der Plätze im Winter aufgrund der Witterung geäußert.

Am 30.09.2024 richtete die Fraktion des Bamberger Bürger-Blocks ein Schreiben an den Oberbürgermeister. Auf Grundlage eines Schreibens der TSG 05 vom 27.06.2024 wurde auf die Überlastung der Sportplätze an der Galgenfuhr hingewiesen. Gefordert wurde eine Darstellung der Auslastung aller städtischen Fußballplätze sowie die Prüfung von kurzfristig mitnutzbaren Flächen und von Flächen, die für neue Sportplätze – insbesondere an der Galgenfuhr – ausgebaut werden könnten. Die TSG 05 beschrieb ihre Platzsituation als angespannt: 23 Mannschaften teilen sich zwei Großspielfelder und ein Kleinspielfeld, einige Teams sind bereits ausgelagert. Aufgrund fehlender Kapazitäten mussten bereits Aufnahmeanfragen, insbesondere im Jugendbereich, abgelehnt werden.

 

2.    Aktuelle Situation

Zur objektiven Bewertung der Gesamtsituation forderte das Referat für Bildung, Schulen und Sport mit Schreiben vom 26.02.2025 von allen Sportvereinen, die städtische Sportplätze mieten, aktuelle Belegungspläne an. Die Rückmeldungen wurden ausgewertet und dokumentiert.

Der FC Sportfreunde 1919 Bamberg e.V. hat trotz wiederholter Nachfrage keinen Belegungsplan eingereicht. Bei der Sportanlage handelt es sich um einen Sonderfall: Der Platz ist zur einen Hälfte im Eigentum des Vereins und zur anderen Hälfte in städtischem Besitz. Der Verein hat derzeit nur wenige Mitglieder und nimmt nicht am Spielbetrieb teil (lediglich in zwei Spielgemeinschaften mit dem FV 1912 und dem BSC).

Am 17.06.2025 informierte die TSG 05 die Verwaltung darüber, dass dem FC Sportfreunde Vorschläge zur gemeinsamen Platznutzung unterbreitet wurden. Eine Rückmeldung seitens des FC Sportfreunde steht noch aus.

 

3.    Auswertung der Platzbelegung

Die Auswertung der eingereichten Belegungspläne zeigt ein weitgehend einheitliches Bild:

  • Die Sportplätze des FV 1912, BSC, DJK Don Bosco, FC Eintracht Bamberg, FC Wacker, Post SV sowie der TSG 05 sind durchgehend gut ausgelastet.
  • Mehrere Vereine – darunter FV 1912, BSC und FC Eintracht Bamberg – pflegen bereits Kooperationen mit anderen Vereinen und teilen ihre Anlagen entsprechend.
  • Auch FC Wacker und Post SV nutzen ihre Plätze intensiv, sodass dort kaum freie Kapazitäten bestehen.

Eine detaillierte Auswertung erfolgt im Sitzungsvortrag „Auswertung der Belegungssituation der Bamberger Sportplätze“ (VO/2025/8976-492) im nichtöffentlichen Teil.

 

4.    Fazit und weiteres Vorgehen

Die Belegungsanalyse bestätigt, dass der Großteil der städtischen Fußballplätze stark ausgelastet ist. Viele Vereine engagieren sich bereits in kooperativen Nutzungsmodellen.

Gezielte Entlastungspotenziale bestehen insbesondere bei SC 08 und FC Sportfreunde. Diese sollten im Rahmen bilateraler Gespräche vertieft geprüft werden, um die Platzsituation insbesondere bei der TSG 05 zu entspannen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Erkenntnisse hat sich die Verwaltung entschlossen, am 23. September 2025 erneut einen Runden Tisch einzuberufen. Ziel ist es, unter Beteiligung aller Vereine, die einen Mietvertrag über eine städtische Sportanlage haben, einen umfassenden Austausch zur Platzsituation, möglichen Synergieeffekten und kooperativen Nutzungsformen zu ermöglichen.

Die Einladung zum Runden Tisch wird in Kürze an die betreffenden Vereine versendet.

 

Die detaillierte Auswertung der Belegungspläne wird im nichtöffentlichen Teil der Sitzung bzw. als gesonderte Anlage bereitgestellt.

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II. Beschlussvorschlag

Der Kultursenat nimmt den Sitzungsvortrag zur Kenntnis.

 

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III. Finanzielle Auswirkungen

Der unter II. empfohlene Beschlussantrag verursacht

 X

1.

Keine Kosten

 

2.

Kosten in Höhe von   für die Deckung im laufenden Haushaltsjahr bzw. im geltenden Finanzplan gegeben ist

 

3.

Kosten in Höhe von   für die keine Deckung im Haushalt gegeben ist. Im Rahmen der vom Antrag stellenden Amt/Referat zu bewirtschaftenden Mittel wird folgender Deckungsvorschlag gemacht:

 

4.

Kosten in künftigen Haushaltsjahren:   Personalkosten:   Sachkosten:

 

Falls Alternative 3. und/oder 4. vorliegt:

In das Finanzreferat zur Stellungnahme.

Stellungnahme des Finanzreferats:

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Verteiler:

Ref. 1

Ref. 6

Ref. 7

Amt 492

Bamberg Service

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