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VU "St-Getreu-Straße":
Kurzporträt Untersuchungsgebiet

Das Untersuchungsgebiet “St-Getreu-Straße“ befindet im Westen der Bamberger Altstadt und grenzt unmittelbar an die historische Stadtgrenze an. Es liegt in den östlichen Teilabschnitten noch innerhalb des UNESCO-Weltkulturerbes und befindet sich – bis auf wenige Randgrundstücke – innerhalb des Stadtdenkmals.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Nutzungskonflikte einerseits, der über Jahrhunderte geprägten und erhaltenen Kulturlandschaft andererseits sowie des sanierungsbedürftigen Zustandes des öffentlichen Raums, aber auch verschiedener Einzelgebäude, hat der Bau- und Werkssenat in seiner Sitzung vom 06. Februar 2013 den Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen nach § 141 BauGB beschlossen.

Das Voruntersuchungsgebiet im Sinne des Einleitungsbeschlusses umfasst eine Fläche von 15,03 Hektar. Auf dieser Fläche befinden sich rund 25 Grundstücksparzellen mit ca. 30 Haupt- und Nebengebäuden sowie öffentliche Straßengrundstücke und ein Spielplatz. Der Überbauungsgrad mit Hochbauten konzentriert sich auf den Umgriff der St.-Getreu-Straße, an den Randbereichen dominieren die Grün- und Freiflächen, welche insbesondere im Nordwesten der unveränderten historischen Stadtgrenze mit dem Übergang in den Landschaftsraum entsprechen.

Das Gebiet enthält Sonderbauten, welche dem Gesundheitswesen und der Altenpflege zuzuordnen sind. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kubatur der Bauwerke nahezu verdoppelt, der Schwerpunkt „Gesundheits- und Altenpflege“ und deren Ansiedlung im Bereich der St-Getreu-Straße stehen in engem Zusammenhang mit den zweckgebundenen Stiftungen. Diese wurden mit der Säkularisation und der Auflösung der Benediktinerabtei St. Michael um 1803 aus der Innenstadt an den Michaelsberg umquartiert, um den Kranken und Alten einen gesünderes Wohnumfeld bieten zu können.

Neben dem Sanierungsbedarf an den hochwertigen Denkmälern wie der Villa Remeis, dem Ehard-Haus, der ehem. Direktorenvilla St. Getreu sowie dem Garten und der Gartenmauer am Probsteibau bilden aufgrund der bis heute erhaltenen mittelalterlichen Straßenführung die Parkierungs- und Erschließungsproblematik besondere Konflikte und städtebauliche Missstände. Gleichwohl stellt sich möglicherweise die Frage nach der langfristigen Zukunft des Klinikums am Michaelsberg, welches seit 2004 von der Sozialstiftung verwaltet wird.

Die Bürogemeinschaft transform aus Bamberg wurde mit der Durchführung und Erarbeitung der Vorbereitenden Untersuchungen „St-Getreu-Straße“ beauftragt. Die Themenschwerpunkte „Natur und Landschaft“ und „Verkehr“ werden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro ammermann+döhler, Bamberg sowie dem Büro für Stadt- und Verkehrsplanung - BSV, Aachen erarbeitet.

Im Laufe des Jahres 2014 sind mehrere Bürgerinformationen, Vorträge und Führungen im Untersuchungsgebiet und der angrenzenden Kulturlandschaft geplant. Anregungen von Eigentümern, Nutzern und Nachbarn sowie den Trägern öffentlicher Belange zu den Zielen und Maßnahmen sollen in einem iterativen Verfahren fortgeschrieben werden bis ein möglichst hoher Konsens erzielt ist.

Abschließen sollen die Vorbereitenden Untersuchungen mit konkreten Aussagen zu Zielen, Maßnahmen, Zeitplanung, Kosten, Finanzierung, Rahmenplanung, Abwägungsergebnis, Geltungsbereichsvorschlag, Verfahrensart und Satzungsvorschlag.

 

Weitere Informationen:

Telefon: 0951 87-1641
Fax: 0951 87-8881966
Raum: 307
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