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ARENA 3

Bürgerschaft bringt neue Ideen und realistische Visionen für die bevorstehende Konversion des US-Geländes ein.

Die Stadt Bamberg informierte am 23.01.2014 in der ARENA 3 in der Aula der Graf-Stauffenberg-Schule über den derzeitigen Stand der Planungen zur Konversion. Bürgerinnen und Bürger waren wieder aufgerufen, sich aktiv in der Diskussion einzubringen.

Im Fokus des Abends standen die Ergebnisse der Stadtexkursion, die am 17. Januar unter großer Beteiligung der Bürgerschaft stattgefunden hatte: Die drei Spaziergänge führten am US-Gelände entlang und machten die Konversion erstmals für die Bürgerinnen und Bürger „erlebbar“. Die Tour A beschäftigte sich mit der Frage, welche städtebaulichen Chancen zur Überwindung des Berliner Rings bestehen, bei der Tour B stand die Zollnerstraße als künftige Lebensader im Fokus und bei der Tour C wurde erörtert, wie die vorhandene Grün- und Freiraumachse aufgewertet werden könnte.Zur Schaffung eines lebendigen und familienfreundlichen Stadtteils steht die Anbindung des Bamberger Osten an die Innenstadt im Mittelpunkt strategischer Überlegungen. Was mit dem Neubau der Zollnerstraßenunterführung beginnt, soll in Richtung Hauptsmoorwald weitergeführt werden. Dazu wurden im anschließenden Workshop erste Maßnahmen aus der Bürgerschaft fixiert, die die Sprecher der jeweiligen Gruppen in der ARENA 3 vorstellten: Die Schaffung einer qualitativ hochwertigen Grünverbindung durch das Kasernenareal und eine Lärmminderung des Berliner Rings waren ebenso zentrale Forderungen der Bürgerschaft wie die Bereitstellung von Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Bereich der Kaserne für künstlerische und kulturelle Zwecke.

Einen weiteren Schwerpunkt der ARENA 3 bildet der Rückblick auf die beiden Fachforen „Wirtschaft & Arbeit“ sowie „Natur & Landschaft“, die Anfang Dezember stattgefunden haben. Konkretheit, Verlässlichkeit und Planungssicherheit für den Mittelstand waren die Kernforderung, die die Sprecher des Fachforums „Wirtschaft & Arbeit“, Rüdiger Elflein und Werner Ertl,an die Stadt Bamberg stellten. Die beiden Bamberger Unternehmer betonten, dass die Konversion die einmalige Chance biete, endlich den benötigten Flächenbedarf für das Gewerbe zu decken. Die Teilnehmer des Fachforums „Natur & Landschaft“ wünschten sich eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität für Familien im Bamberger Osten – warum nicht eine Parkanlage schaffen, die mit dem Hain vergleichbar wäre, so der Vorschlag.

Wie die militärischen Flächen in Zukunft genutzt werden können, darüber haben sich auch Architekturstudentinnen und -studenten der TU München Gedanken gemachten. Sie stellten in der ARENA 3 ihre städtebaulichen Entwurfskonzepte vor, die beim Publikum gut ankamen: Ihre planerischen Visionen sahen ein „Leben im Wald“ oder „Wohnen rund um Landwirtschaft und Gewächshäuser“ vor. Auch ein achter Hügel ist aus Sicht der Studenten möglich –aufgeschüttet aus Bauschutt der abgerissenen Kasernen.

Harald Lang, Leiter des Amtes für Strategische Entwicklung und Konversionsmanagement informierte die Bürgerschaft abschließend über aktuelle Entwicklungen für eine möglichst zeitnahe Nachnutzung bestimmter Flächen. Die Stadt Bamberg hat sich im Verhandlungswege mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) grundsätzlich auf eine Weiternutzung der Pines-Housing-Area, des High-School-Geländes, der großen Sporthalle sowie von Teilbereichen der Lagarde-Kaserne verständigt. Ein entsprechender Gestattungsvertrag wird derzeit im Detail ausgearbeitet. So soll sicher gestellt werden, dass nach dem endgültigen Abzug der US-Amerikaner bis September 2014 Bamberg und der anschließenden Übergabe der Fläche an die BImA voraussichtlich ab dem Frühjahr 2015 Teile des Kasernenareals ohne lange Übergangszeiten weiter genutzt werden können.

Die nächste ARENA findet am Dienstag, den 13. Mai statt. Weiter Informationen finden Sie unter www.konversion.bamberg.de 

Filmdokumentation: ARENA 3 -- Rückblick auf die Ergebnisse