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Karmelitenbrunnen

 
Ba63D_Karmelitenbrunnen_Ez_Ansichteschreibung:

 
Die Brunnenanlage von 1827 entstand nach Entwurf von Johann Baptist Eck mit Bildhauerarbeiten von Wilhelm Johann Wurzer. Der Brunnen auf dem Karmelitenplatz besteht aus einem schlichten rechteckigen Sandsteinbecken, an beiden Schmalseiten flankiert von hohen quadratischen Sandsteinbrunnenstöcken auf hohem Postament, heute ohne Ausflussröhre. Die Pfeiler tragen schwere, gebälkartige Abdeckungen mit Friesen und weit vorspringenden Gesimsen, bekrönt durch jeweils eine ehemals vergoldete Steinkugel. Die vier Pfeilerseiten sind mit Seeungeheuern und aus Fischen und Seeschlangen konstruierten Dreizacken verziert. Im Zentrum des Brunnenbeckens befindet sich der Wasserauslauf auf einem Sockel. Zu dem Brunnen führen zwei Stufen, der Brunnenrand trägt ein Eisengitter in Formen der Zeit um 1800.

 
a63D_Karmelitenbrunnen_VzSchädenSchäden:


Im Sommer 2010 wurde festgestellt, dass unterhalb der Stufen großflächig Wasser austritt. Zunächst vermutete Undichtigkeiten der innseitigen Beckenabdichtung bestätigten sich nicht. Weiterführende Untersuchungen legten offen, dass zum einen der Sockelkopf aus Sandstein stark gerissen war, so dass das aus dem (sehr kurzen) Auslaufstummel austretende Wasser direkt über den Sockelkopf und über die Risse unter die Beckenabdichtung lief. Weiterhin wurden durch Druckproben Undichtigkeiten in der Wasserzuführung festgestellt, die Zuführung war an zunächst nicht definierter Stelle gerissen.

 
a63D_Karmelitenbrunnen_ZzMaßnahmen:


Zunächst musste die komplette, z. T. mit Feuchtigkeit unterspülte Abdichtung entfernt werden. Anschließend wurde der Sockelkopf aus Sandstein in die Steinrestaurierungswerkstätte gebracht, saniert und zur Hälfte erneuert. Der betonierte Sockel, in dessen Inneren der Wasserzulauf eingebettet war musste abgetragen werde. Die Wasserzuflussleitung wurde erneuert Der Sockel wurde neu, und diesmal innen hohl für Revisionszwecke, aufgemauert. Der sanierte Sockelkopf wurde mit einer neuen Sockelabdeckplatte, ebenfalls aus Sandstein wieder versetzt. Ein neuer Wasserauslauf aus Kupfer nach historischem Vorbild, wurde in Form von Wasserspeiern mit blattförmigen Löffeln neu interpretiert. Der Auslauf gestaltet sich nun so, dass das Wasser über die auskragenden Speier und nicht mehr über den Sockelkopf und Sockel ins Becken fließt. Abschließend wurde das Becken wieder mit einer Abdichtung versehen und die Neuteile des Sockelkopfes farblich angeglichen.

 
a63D_Karmelitenbrunenn_DetailAuslauf_1Kosten:

 
5.500,-- Euro

 
Ausführende Firmen:

 
Firma Otmar Stieg (Steinrestaurierungsarbeiten)

Firma Fritz Müller (Installation und Auslauf)

M. Said (farbliche Angleichung)

Entsorgungs- u. Baubetrieb der Stadt Bamberg (Abdichtungsarbeiten)

 

Weitere Informationen:

Herr Michael Krüger
Bauordnungsamt
Team Denkmalpflege
Teamleiter
Untere Sandstraße 34
Technisches Rathaus
96049 Bamberg

Telefon : 0951 / 87-1685
Fax : 0951 / 87-1914
Kontaktformular
Raum : 2
Internet: denkmalpflege.bamberg.de

 

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