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Außenwerbung

Werbeanlagen nehmen wesentlichen Einfluss auf Straßenraum und Fassade. Im Stadtdenkmal Bamberg gilt es, die Interessen der Werbenden mit den Anforderungen des Denkmalschutzes einander in Einklang zu bringen. Einerseits soll die Werbung viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, andererseits soll dadurch das Erscheinungsbild der Fassaden und Straßenzüge in seiner Wirkung nicht beeinträchtigt werden. Aus diesem Grunde heraus hat die Stadt Bamberg 1999 eine Werbeanlagen- und Gestaltungssatzung erlassen, die den Rahmen möglicher Werbeanlagen innerhalb des Stadtdenkmals festlegt. Neben Regelungen zu reinen Werbeanlagen enthält die Satzung auch Vorschriften zu baulichen Anlagen, wie Markisen, Schaukästen und Vordächern. Der Geltungsbereich der Vorschriften ist in fünf Zonen gegliedert, für die jeweils unterschiedliche Anforderungen gelten.

über die Errichtung, Aufstellung, Anbringung, Änderung und den Betrieb von Werbeanlagen und die Gestaltung baulicher Anlagen - Geltungsbereich (Plan) -

Grundsätzlich müssen sich Werbeanlagen in ihrer Form, Größe, Lage und im Material am Bestand der Architektur und des umgebenden Straßenraumes orientieren. Sie sind in der Regel in der Erdgeschosszone bis max. im Brüstungsbereich des ersten Obergeschosses anzubringen. Geeignet sind beispielsweise auf die Wand oder auf Schilder gemalte Schriftzüge oder auf die Wand gesetzte Einzelbuchstaben aus Holz, Putz, Stuck, Keramik oder Metall. Auch eine Beleuchtung ist möglich, sofern sie in zurückhaltender Art erfolgt. Werbewirksam und durchaus bereichernd sind unter anderem auch handwerklich gefertigte Ausleger. Um die Maßstäblichkeit zu wahren, werden in der Satzung Größe und Abmessungen der Werbungen angemessene Grenzen gesetzt.

Trotz der konkreten und verbindlichen Vorgaben schließen Denkmalpflege und Werbung einander nicht aus. Individuelle, auf das jeweilige Umfeld abgestimmte Werbung wirkt überzeugender und ansprechender als vorgefertigte standardisierte Werbeanlagen, die oftmals wie Fremdkörper in Erscheinung treten. Wie bei jeder anderen Maßnahme am Baudenkmal oder im denkmalgeschützten Ensemble empfiehlt sich auch hier eine frühzeitige Kontaktaufnahme zur Unteren Denkmalschutzbehörde beim "Bürgerservice Bauberatung" im Baureferat der Stadt Bamberg, um gemeinsam optimale Lösungen zu finden. Das Ergebnis ist nicht nur eine für beide Seiten günstige Lösung, nicht selten können auch preiswertere Werbeanlagen als die handelüblichen Varianten zum Einsatz kommen, deren Werbewirksamkeit keineswegs abgemildert wird.

Weitere Informationen:

Herr Michael Krüger
Bauordnungsamt
Team Denkmalpflege
Teamleiter
Untere Sandstraße 34
Technisches Rathaus
96049 Bamberg

Telefon : 0951 / 87-1685
Fax : 0951 / 87-1914
Kontaktformular
Raum : 2
Internet: denkmalpflege.bamberg.de

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