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Landesgartenschau 2012

Nach ersten planerischen Überlegungen zur Revitalisierung der ERBA-Brache seit Mitte der 1990er Jahre wurde mit Hilfe des Landschaftsplanungsbüros Mahl-Gebhard aus München durch das federführende Stadtplanungsamt ein Konzept zur Durchführung einer Landesgartenschau erstellt: Das Konzept sah vor, Bamberg neben den bisher weit bekannten Qualitäten als Weltkulturerbestadt insbesondere als "Naturstadt" mit langer Gärtnertradition zu präsentieren. Übergeordnetes langfristiges Ziel der Stadtentwicklung ist dabei, die Schaffung eines Nordparkes als Gegenpol zum bereits vorhandenen Haingebiet im Süden Bambergs sowie die Schaffung durchgängiger attraktiver Wegebeziehungen zwischen diesen beiden Polen. Ausgehend vom ehemaligen Industrieareal ERBA, auf dem das Hauptgelände der Landesgartenschau liegt, sind entlang der beiden Flussarme unter dem Thema "Naturstadt" vielfältige Attraktionen zu erleben.

Der Vergabeausschuss der Gesellschaft zur Durchführung von bayerischen Landesgartenschauen hat 2002 dieses Konzept aus einem Kreis von 23 Mitbewerbern ausgewählt und so konnte die Landesgartenschau Bamberg 2012 weiter geplant und konkret vorbereitet werden. Den anschließend erforderlichen landschaftsplanerischen Wettbewerb konnte 2007 das Team um den Landschaftsarchitekten Hans Brunner aus Aichach für sich entscheiden, nach dessen Ideen letztlich die genaue Gestaltung des Geländes erfolgte. Die Landesgartenschau wurde am 26.04.2012 offiziell eröffnet und am 07.10.2012 wurden die Tore nach einem erfolgreichen Sommer mit viel besuchten Ausstellungen und Veranstaltungen erstmals wieder geschlossen. Nach einer Zeit des Rückbaus und der Herstellung des anschließend dauerhaft zu nutzenden Nordparks wurde das Gelände seit 2013 Schritt für Schritt für die öffentliche Nutzung wieder freigegeben.

Die gesamte Anlage ist nun eine sehr attraktive öffentliche Freifläche, die erkennbar gut von vielen Bürgern jeden Alters angenommen wird. Für die in direkter Nachbarschaft noch entstehenden exklusiven Wohnbauten existiert damit bereits jetzt ein hochwertiger öffentlicher Rahmen. Der durch den Freistaat Bayern auf dem Gelände naturnah angelegte Fischpass, die vielen nutzbaren Sport- und Spielflächen, Wege und Bänke zum Entspannen sowie die Studierenden des auf dem Nachbargelände befindlichen Universitätsstandorts haben wesentlichen Anteil an dieser Qualität und Nutzungsvielfalt auf der ehemaligen Industriebrache.