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Jugendschutz

Inhalte und Ziele

Die Basis für den Kinder- und Jugendschutz in einem freiheitlich, demokratischen Staat stellt die Erkenntnis dar, dass Freiheit ohne Bindung und Wertorientierung nicht  möglich ist. Die Selbstbeschränkung des freiheitlichen Systems ist dort gefordert, wo die Menschenwürde und die Erziehung von Kindern und Jugendlichen gefährdet sind.

 

Die zentrale Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes ist es, die Rechte und Chancen von Kindern und Jugendlichen sowohl auf eine positive gesundheitliche als auch psychosoziale Entwicklung zu sichern und die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern.

Bei der Verwirklichung dieses Zieles stehen drei sich ergänzende Maßnahmenkomplexe im Vordergrund:
  1. Der präventive Kinder- und Jugendschutz hat die erzieherische Funktion, Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen, entgegenzuwirken und positive Bedingungen für die Erziehung zu schaffen. Nach § 14 SGB VIII sollen diese Maßnahmen insbesondere "junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegnüber ihren Mitmenschen führen, Eltern und andere Erziehungsberechtigte besser befähigen, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen."Intention der präventiven Maßnahmen ist es also nicht Minderjährige vor Gefährdungen grundsätzlich abzuschirmen, sondern zu erreichen, dass  sie mit den teilweise konstant auftretenden Gefährdungen besser umgehen können. Das Anbieten positiver Alternativen, z.B. zum Medien- und Genussmittelkonsum, stellt einen Schwerpunkt der Arbeit dar.
  2. Aufgaben des gesetzlich, intervenierenden Jugendschutzes ist die Setzung und Durchsetzung von Ge- und Verboten gegenüber Personen, Gruppen, Organisationen, die durch ihr Handeln die Entwicklungschancen von Minderjährigen gefährden können, mittels informationsgebender oder restriktiver Maßnahmen. Die Jugendschutzgesetze (JuSchG, JArbSchG) bieten die Grundlage um Erwachsene an ihre Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu erinnern. Die gesetzlichen Regelungen stellen an das Verhalten der Erwachsenen Mindestanforderungen und können sie gegebenenfalls mit Druckmitteln (Strafen) in die Pflicht nehmen. Besondere Beachtung findet das öffentliche Auftreten von kommerziellen Anbietern. Ein effektiver Jugendschutz ist also zur Unterstützung und Ergänzung präventiver Maßnahmen auf die Anwendung der Jugendschutzgesetze angewiesen.
  3. Die gesamte Bandbreite möglicher Kinder- und Jugendgefährdungen geht über den Bereich hinaus, den der gesetzliche und erzieherische Jugendschutz abdecken. Häufig sind es gesellschaftliche Entwicklungen und Strukturen (z.b. Verkehrs- und Wohnstruktur), die Gefahren auslösen können. Ziel des strukturellen Jugendschutzes ist es deshalb "dazu beizutragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen." (Abs. 1 Abs. 3 Nr. 4 SGB VIII).

Aufgabenfelder und Gefährdungsbereiche: 

  • Gefährdung durch Medien,
  • Gewalt gegen Kinder (psychisch, physisch, sexuell)
  • Gewaltbereitschaft und Aggressivität
  • Drogen- und Suchtprobleme
  • Gesundheitsgefährdungen (Aids)
  • Destruktive Kulte und problematische Heilslehren
  • Umfeldgefährdungen (z.B. aus Wohn- und Verkehrsstrukturen) 

 

Jugendmedienschutz:

Obwohl die Nutzung elektronischer Medien zumeist fester Bestandteil des Familienlebens ist, führt der Umgang mit Fernsehen, Computer und Internet immer wieder zu Konflikten. Unsicherheiten von Seiten der Eltern bestehen vor allem bei der Beurteilung von Chancen und Gefahren des Internets und von sozialen Netzwerken.. Deshalb hier einige Informationen zum Thema:

Flyer Internet - Tipps für Eltern

Flyer Sicherer in sozialen Netzwerken - Tipps für Eltern 

Netz für Kinder Surfen ohne Risiko

Hilfestellung bei den ersten Schritten von Kindern im Netz, gute Kinderseiten und Gefahren beim Surfen, konkrete Tipps für sicheres Surfen.

  

Fragen und Antworten zum gesetzlichen Jugendschutz:

Alkohol

Personensorgeberechtigte und Erziehungsbeauftragte

Ausgang

Gaststätten/Diskotheken

Rauchen

Konzertbesuche

Urlaubsreisen

 

 

Merkblätter und Formulare:

 Jugendschutzgesetz

Jugendarbeitsschutzgesetz

Jugendschutzkalender

Jugendliche alleine unterwegs

Erziehungsbeauftragung

Beschwerde zum Jugendschutz

Taschengeld

 

Jugendschutzmaterialien für Veranstalter:

Kein Alkohol unter 16

Keine branntweinhaltigen Getränke

Jugendschutzplakat

Schultanzveranstaltungen

  

Weitere Informationen:

 

Andreas Heidt
Abtlg. Jugendarbeit
Jugendschutzbeauftragter
Geyerswörthstraße 1
Rathaus Geyerswörth
96047 Bamberg

Telefon : 0951 87-1542
Fax : 0951 87-1962
Kontaktformular
Raum : 1

 

 

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