Seiteninhalt

Bamberg-Mitte

Das Sanierungsgebiet "Bamberg-Mitte" trat 1998 in Kraft. Es umfasst zum einen traditionelle Mischgebietsparzellen entlang der Königstraßen, zum anderen ursprüngliche Gärtnerparzellen entlang der Siechenstraße. Die gärtnerische Nutzung innerhalb des Sanierungsgebietes ist praktisch vollständig zum Erliegen gekommen. Das Mischgebiet litt und leidet unter dem sehr hohen Verkehrsaufkommen entlang der Königstraße. Die wichtigen Funktionen des Handels und des Wohnens konnten nur noch unzureichend ausgeübt werden. Die rückwärtigen Flächen litten unter einer erheblichen Unternutzung. Sie waren einerseits vollkommen versiegelt und leisteten daher keinen Beitrag, die stark verdichtete Stadt aufzuwerten. Sie waren andererseits ökonomisch nicht hinreichend genutzt, so dass von ihnen keine zusätzlichen Kaufkraftimpulse ausgingen.

Ziele der Sanierung sind:

  • Sanierung der vorhandenen Bausubstanz
  • Wiederfreilegung historischer Hofstrukturen
  • Abbruch von Gebäuden, die durch eine zu hohe bauliche Dichte städtebauliche Mißstände darstellen
  • Angemessene Lösungen für den ruhenden Verkehr
  • Nachverdichtung, insbesondere mit Wohnungsbau und insbesondere mit selbstnutzenden Eigentümern, um die Nachfrage zu erhöhen, innerstädtisches Wohnen zu fördern und die Bindung der Bewohner an das Quartier zu stärken.
  • Verbesserte Durchwegung des Quartiers
  • Schaffung einer öffentlichen Grünfläche
  • Aufwertung der öffentlichen Straßenräume

Viele dieser Ziele konnten in den ersten zehn Jahren der Sanierung in diesem Gebiet bereits erreicht oder jedenfalls weit auf den Weg gebracht werden.

Die Stadtbau GmbH Bamberg hat mit dem Erwerb einiger Schlüsselgrundstücke sowie der Sanierung der Oberen Königstraße 1 die Vorreiterrolle in diesem Sanierungsgebiet übernommen.

Die Stadtbau GmbH Bamberg wickelt im Rahmen eines Durchführungsvertrages auch eine Fülle von Ordnungsmaßnahmen für die Stadt Bamberg ab. So konnte die Initiative „Menschen in Not“ in der Siechenstraße 11 und 13 eine neue Heimat finden. Weitere Umsiedlungen innerhalb des Gebiets wurden erfolgreich durchgeführt. Dies alles war erforderlich, um eine Fülle städtebaulicher Missstände beseitigen zu können. Garagen, Lagergebäude und verunstaltende Umbauten des 20. Jahrhunderts wurden abgebrochen. So ist Platz entstanden für verbesserte Besonnung der historischen Gebäude und auch für neue Wohnbebauung und eine Quartiersgarage.

Das gesamte freigelegte Areal ist in den letzten Jahren intensiv archäologisch untersucht worden. Das Gebäude Untere Königstraße 30 ist neu errichtet worden, um nicht nur die Zufahrt zur Quartiersgarage, sondern auch die Erreichbarkeit für die Feuerwehr sicherzustellen. Parallel wurde die Untere Königstraße 32 durch die Stadtbau GmbH Bamberg saniert.

Inzwischen ist eine Quartiersgarage im Rohbau fertiggestellt worden. Zugleich wurden und werden auf und neben der Tiefgarage die Stadthäuser errichtet, die zwischen 2003 und 2011 vollständig bezogen sind.

Parallel wurden auch die Anwesen Untere Königstraße 6, 8 und 10 saniert und erfüllen jetzt mit neuem Leben den Stadtteil.

Dank der Aufbruchstimmung wurden inzwischen auch etliche private Maßnahmen verwirklicht, wie z.B. die Siechenstraße 28 und 58, die Tocklergasse 16, die Färbergasse 3 und 13 und die Mittelstraße 63.

Um zusätzlich auch im nicht investiven Bereich Impulse zu setzen wurde im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" die „Interessengemeinschaft Aktive Mitte" gegründet. Über Programm und Interessengemeinschaft ergibt sich sowohl eine enge Verzahnung zu zahlreichen vorhandenen Initiativen und Vereinen im Gebiet als auch zum Sanierungsgebiet „Aktive Kettenbrücke-Königstraße-Bahnhof".