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Sitzungsvorlage - VO/2013/0045-44  

Betreff: Jahresbericht 2012 und Museumsaktivitäten 2013
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Kultursenat
07.03.2013 
Sitzung des Kultursenates ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

I

I.              Sitzungsvortrag:

1)               Jahresbericht 2012

 

Insgesamt sind für die Museen sehr erfreuliche Besuchszahlen zu vermelden. Es wurden 58210 Besuche gezählt (2011: 32315) also fast eine Verdoppelung der Besuche. Es fanden im Jahr 2012 in drei Häusern elf Sonderausstellungen statt, drei vom Kunstverein Bamberg und eine vom Berufsverband Bildender Künstler.
Herauszuheben ist die in Kooperation mit dem Förderverein Landesgartenschau Bamberg durchgeführte, sehr erfolgreiche Sonderausstellung 12 Kunsträume von Picasso zu Beuys mit 25.216 Besuchen. Die Stadtgalerie Bamberg -Villa Dessauer konnte dadurch 27.241 Besuche vermelden (2011: 2.933). Im Historischen Museum fand Anklang die Ausstellung Benät, Keesköhl, Stazinäri eine Fotoausstellung über die Gärtner und Häcker aus den frühen 1990er Jahren (6448). Zusammen mit Visiontrees. Die andere Seite der Bäume mit Fotografien von Clarissa van Amseln (4376 Besuche) wurde sie anlässlich der Landesgartenschau durchgeführt. Ganz anders geartet war die Ausstellung Big Bam Boom. Ein Ausstellungsprojekt der Museen der Stadt Bamberg mit der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg und akku e.V. in der anlässlich des Jubiläums der Lebenshilfe Bilder von behinderten Künstlern gezeigt wurden. Bemerkenswert waren die integrativen Führungen mit und durch die behinderten Künstler, die regelmäßig durchgeführt und gut angenommen wurden.

 

Auch die Weihnachtsausstellung, die nur Arbeiten eines einzigen Krippenschnitzers zum Thema hatte, war eine Besonderheit unter den jährlichen Weihnachtsausstellungen. Die Ausstellung Zur Krippe her kommet. Der Krippenschnitzer Max Huscher sahen insgesamt 3711 Besucher.

 

2) Zu Aktivitäten in der Museumspädagogik, Neuerwerbungen, Depot, Restaurierungen, Erzählcafe, Leihverkehr siehe Jahresbericht (Tischvorlage) der Museen der Stadt Bamberg.


3)               Museumsaktivitäten 2013

 

26.2. - 12.5.2013 Karl May-Traumwelten

Karl May hat in seinen Werken eine fantastische, detailverliebte Welt geschaffen. Seine Helden kämpfen mit Schurken und wilden Tieren in exotischen Landschaften auf der ganzen Welt. Seit Erscheinen seiner ersten Texte haben sie Künstler angeregt, diese Traumwelt auf Papier festzuhalten. Anlässlich des 100. Geburtstages des Karl-May-Verlages in Bamberg zeigt die Ausstellung Karl May-Traumweltenin der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer aus dem Verlagsbestand eine Auswahl dieser Illustrationen und Graphiken. Das Rahmenprogramm verbindet die Bilder mit den Texten Mays und bietet für Kinder und Erwachsene einen Weg in seine Fantasiewelt.

 

23.3. - 3.11.2013               Welterbe - Erbe aus aller Welt ¦ Jahresausstellung des Historischen Vereins Bamberg

Im Jubiläumsjahr 20 Jahre Welterbe Bamberg zeigt der Historische Verein in Kooperation mit den Museen der Stadt Bamberg Objekte, die als "Erbe aus aller Welt" in die Sammlungen eingegangen sind. (24.3.2013, 11 Uhr Matinee als offizielle Saisoneröffnung)

 

23.3. - 3.11.2013 Museumsgeschichten ¦ (1)75 Jahre Historisches Museum Bamberg

Es ist im Jahre 2013 ein Doppeljubiläum zu feiern: 1838 schenkte der Domvikar Joseph Hemmerlein der Stadt Bamberg 118 Gemälde. Diese Bilder wurden als Städtische Kunst- und Gemäldesammlungim Bürgerspital auf dem Michelsberg ausgestellt und bilden den Grundstein zu den Museen der Stadt Bamberg. Später kamen Zustiftung zahlreicher Kunst- und Kulturgüter hinzu. Vor 75 Jahren, 1938, zog dann das Fränkische Heimatmuseum in der Alten Hofhaltung ein. Im damaligen Zeitgeschmack wurden die städtischen Kunstgegenstände mit der sehr heterogenen Sammlung des Historischen Vereins und vielen Neuankäufen aus dem Kunst- und Antiquitätenhandel präsentiert.

 

27.4.-1.9.2013 Picasso Keramik aus der Sammlung Ludwig
in der Sammlung Ludwig Bamberg

Am 26.4.2013 wird ein lang gewünschtes Ausstellungsprojekt verwirklicht, wenn die Sonderausstellung Picasso Keramik aus der Sammlung Ludwigeröffnet wird.

Picasso setzte sich sowohl als Maler als auch als Bildhauer mit der Keramik auseinander. Er dekorierte keramische Objekte mit dem Pinsel und er schuf eigenständige plastische Formen. Kannen machte er zu Figuren, Teller und Platten bemalte er phantasiereich mit Köpfen und Gesichtern. Über fünfzig Keramiken der Sammlung Ludwig, zum Teil aus dem Museum Ludwig Köln, zum Teil aus dem Privatbesitz Ludwig in Aachen, sind 2013 in Bamberg zu sehen.

 

12. 5. 2013 Am Internationalen Museumstag mit dem Motto Vergangenheit erinnern, Zukunft gestalten. Museen machen mit! werden in allen Häusern wieder umfangreiche Aktivitäten stattfinden, die insbesondere auch die Besucher aller Alterstufen aus Bamberg und der Region ansprechen sollen.

 

16.6. - 21.7.2013 190 Jahre Kunstverein - die Sammlung ¦ Jahresausstellung des Kunstvereins Bamberg e.V. in der Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer

 

27.7. - 8.9.2013              RESPEKT ¦ Jahresausstellung des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberfrankens (BBK) in der Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer

 

Geburtstagsfeier 175 Jahre Museum

21.9. bis 29.9.2013 Festwoche mit zwei Festwochenenden

Im Hof der Alten Hofhaltung und im Historischen Museum Bamberg wird ein buntes Festprogramm stattfinden: Musik, Führungen und das sechste Erzählcafe sind geplant.

 

24.11.2013 bis 1.6.2014 Jüdisches in Bamberg in der Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer

 

Was gehörte früher zum jüdischen Leben in Bamberg, wie sieht es heute aus? Seit dem Mittelalter haben Juden in Bamberg gelebt und Spuren hinterlassen. Viele historische Zeugnisse sind durch wiederholte Vertreibung und die nationalsozialistische Judenverfolgung zerstört worden. Für die Ausstellung werden historische Quellen und Objekte sowie private Erinnerungsstücke zusammengetragen, die oftmals fragmentarisch erhalten sind. Die vielfältigen verlorengegangenen Lebenswelten werden so wieder anschaulich; deutlich wird aber immer wieder, wie bruchstückhaft sich deutsch-jüdische Geschichte und Kultur oft nur rekonstruieren lässt. Über den historischen Ausstellungsteil hinausgehend ist die Gegenwart und die jüngste Geschichte jüdischen Lebens in Bamberg seit der Nachkriegszeit dargestellt. Unmittelbar nach dem Ende der NS-Zeit lebten wieder Juden in Bamberg; mit dem Ende des Kalten Krieges wuchs die jüdische Gemeinde durch Zuzug aus Osteuropa. Das persönliche Erleben und die Lebenswege jüdischer Bamberger, die vor den Nationalsozialisten ins Ausland flüchteten oder die jetzt hier leben, werden in medial aufbereiteten Zeitzeugenberichten erfahrbar. Auch der Ausstellungsort selbst, die Villa der Hopfenhändlerfamilie Dessauer, gewährt Einblick in ein Kapitel jüdischen Lebens in Bamberg. Im Hainviertel waren erfolgreiche Wirtschaftsbürger zuhause und es galt als Zentrum des jüdischen Hopfenhandels. Ein Themenbereich der Ausstellung ist deshalb Vorstell­ungen von jüdischem Raumgewidmet. Was machte ein Stadtviertel jüdisch? Welche politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründe führten zu solchen Zuschreibungen?

 

30.11.2013- 12.1.2014               Weihnachtsausstellung Historisches Museum Bamberg

 

 

 

II

II.   Beschlussvorschlag:

 

Vom Vortrag des Historischen Museums wird Kenntnis genommen.
 

 

 

III

III. Finanzielle Auswirkungen:

 

Der unter II. empfohlene Beschlussantrag verursacht

 

X

1.

keine Kosten

 

2.

Kosten in Höhe von für die Deckung im laufenden Haushaltsjahr bzw. im geltenden Finanzplan gegeben ist

 

3.

Kosten in Höhe von für die keine Deckung im Haushalt gegeben ist. Im Rahmen der vom Antrag stellenden Amt/Referat zu bewirtschaftenden Mittel wird folgender Deckungsvorschlag gemacht:

 

4.

Kosten in künftigen Haushaltsjahren: Personalkosten: Sachkosten:

 

Falls Alternative 3. und/oder 4. vorliegt:

 

In das Finanzreferat zur Stellungnahme.

 

Stellungnahme des Finanzreferates:

 

Anlage/n:

Anlage/n:

 

 

 

 

 

Verteiler:

 

 

Bamberg, 8.2.2013

Referat 4                                                                                    Amt 44

 

 

 

 

 

Werner Hipelius                                                                      Dr. Regina Hanemann

Bürgermeister                                                                                    Museumsdirektorin