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Informationen zu Profilen an Schulen


Profil "Inklusion"

Schulen können das Schulprofil Inklusion auf Antrag erwerben. Auf der Grundlage eines inklusiven Bildungs- und Erziehungskonzepts werden Schüler/innen mit Förderbedarf in die Schulgemeinschaft aufgenommen. Lehrkräfte der Förderschulen sind in das Kollegium der allgemeinen Schule eingebunden, in Kooperation gestalten sie vielfältige Formen des kooperativen Lernens. Um das Schulprofil Inklusion zu erhalten, müssen Schulen mehrere Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Schule muss ein entsprechendes Bildungs- und Erziehungskonzept vorlegen, das von der Schulfamilie und dem Sachaufwandsträger mitgetragen wird.
  • Die Schule muss bereits Erfahrungen im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben.
  • Die Inklusion muss ein besonderes Gewicht bei der Schulentwicklung einnehmen.

Profil "Sinus" (Mathematik an Grundschulen)

Der fachliche Schwerpunkt von Schulen mit dem Profil „Sinus“ liegt im Bereich Mathematik. Ziel des Programms ist es, Lehrkräfte in einem Prozess der Unterrichtsentwicklung hin zu einem kompetenzorientierten Mathematikunterricht zu unterstützen. Die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte wird gestärkt, Kriterien guten Unterrichts werden überdacht und das Repertoire an Unterrichtsmethoden erweitert. Zu den Sinus-Modulen gehört, die Interessen von Mädchen und Jungen aufzugreifen, Lernschwierigkeiten zu erkennen sowie Talente zu entdecken und zu fördern.

Profil "Kultur"

Eine Schule mit „Kultur.Profil” setzt verstärkt auf kulturelle Bildungsarbeit im gesamten Schulalltag. Die Kultur.Klassen-Projekte spielen hierbei eine wichtige Rolle, ebenso wie die kulturpädagogische Programmarbeit jeder einzelnen Lehrkraft. Am Ende jedes Schuljahres steht ein Kulturfest, das die kulturellen Aktivitäten der Schule während des gesamten Jahres präsentiert.

Profil "Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule" Eine Auszeichnung für Nachhaltigkeits-Engagement von Schulen

„Umweltschule in Europa“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es ist ein Programm für die Schulentwicklung, das systematisch möglich macht, die gesamte Schule im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.  Bayerische Schulen können sich um diese Auszeichnung bewerben. Sie müssen hierfür innerhalb eines Schuljahres zwei Themenfelder aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury vorlegen.  Die aufgegriffenen Themen reichen von Klimaschutzfragen oder Energiesparmaßnahmen an der Schule über Baumpflanzaktionen und Biotopschutzmaßnahmen bis hin zur Umsetzung eines schuleigenen Müllrecyclingkonzepts. Für die Schulen ist die Auszeichnung ein Impuls für ihre umweltbewusste und nachhaltige Schulentwicklung.

Profil "Medienreferenzschule"

Das Profil „Referenzschule für Medienbildung“ wird allen Projektschulen verliehen, die einen nachhaltigen Qualitätsentwicklungsprozess im Medienbereich in Gang gesetzt bzw. weitergeführt und diesen Prozess in einem Medienentwicklungsplan transparent dokumentiert haben. Im Fokus stehen dabei die Stärkung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler und die weitere Verbesserung der Unterrichtsqualität. Dies soll vor allem durch die Implementierung schulspezifischer Medien- und Methodencurricula und eine systematische schulinterne Lehrerfortbildung im Bereich der Medienbildung erreicht werden. Die Erfahrungen und die entstandenen Konzepte werden durch die Referenzschulen als Multiplikator für andere Schulen nutzbar gemacht.

Profil "Fairtrade Schule"

Für die Auszeichnung mit dem Titel „Fairtrade-School" muss eine Schule verschiedene Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebene widerspiegeln. Mit dem Profil können Schulen ihr Engagement nach außen tragen und zeigen, wie kreativ die Schülerinnen und Schüler sich für den fairen Handel und nachhaltigen Konsum an der Schule und im Schulumfeld einsetzen.

Profil "Ackerschule"

Schulen mit dem Profil „Ackerschule“ werden vom Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ darin unterstützt, die Wertschätzung von Lebensmitteln und das Bewusstsein für die Bedeutung von Natur bei Kindern und Jugendlichen zu stärken. Dabei geht es insbesondere darum, dass Schülerinnen und Schüler neues Wissen über gesunde Ernährung erwerben, sich in der Natur bewegen und Wertschätzung und Verantwortung gegenüber Lebensmitteln entwickeln. So werden Kompetenzen entdeckt und gestärkt, die im Klassenraum eine untergeordnete Rolle spielen.

Profil "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Schulen mit dem Profil „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ bieten Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Eine Schule erwirbt das Profil, wenn sich mindestens 70 Prozent der Schulfamilie dazu verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.

Profil "UNESCO-Projektschule"

UNESCO-Projektschulen verankern in ihren Schulprofilen und Leitbildern wie auch im Schulalltag und der pädagogischen Arbeit die Ziele und Werte der UNESCO. Sie setzen sich damit für Frieden, Weltoffenheit und nachhaltige Entwicklung ein. Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland arbeiten eng zusammen und profitieren vom weltweiten Austausch mit über 11.500 UNESCO-Projektschulen in 182 Ländern. 

Staatliche Schulberatung und Schulpsycholog/innen

Die Staatliche Schulberatung hilft, die vielfältigen Bildungswege überlegt zu nutzen, Schulprobleme zu klären und zu bewältigen. Sie ist Teil des staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags und bietet Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern qualifizierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an allen Schulen. Hierzu gehören Beratungslehrkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen. Schulberatung ist neutral, vertraulich, lösungsorientiert, für alle Schularten, kostenlos. In jedem Schulamtsbezirk gibt es eine Staatliche Schulberatungsstelle, die für die Schulen zuständig ist. Zum Profil einer jeden Schule gehört demnach auch eine Schulberatung und Schulpsycholog/in, die nicht immer im Haus sein müssen, der Schule aber zur Verfügung stehen.