Hilfsnavigation

Grundlage des planerischen Wettbewerbs:
Das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK)

Titelbild: Fortschreibung Gesamtstädtisches städtebauliches Entwicklungskonzept (SEK)

Der planerische Wettbewerb ist Teil eines langjährigen, intensiven Beteiligungsprozesses: In den Jahren 2009 bis 2011 beauftragte die Stadt Bamberg das Büro scheuvens + wachten aus Dortmund mit der Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (SEK 2011). Dies erfolgte noch unter der Prämisse der knappen Flächenressourcen, die der Stadt Bamberg für die städtische Entwicklung zur Verfügung standen. Die wenigen Flächen sollten für kurz- und mittelfristig anstehende Entwicklungsaufgaben aktiviert werden. Gleichzeitig wurden die US-amerikanischen Militärflächen, deren Freiwerden zu diesem Zeitpunkt noch nicht zeitlich fixiert werden konnte, auf längere Sicht als Spielräume für eine ausgewogene, nachhaltige Stadtentwicklungspolitik gesehen.

Die grundsätzlichen Empfehlungen des SEK von 2011 sahen schon zu diesem Zeitpunkt vor, die städtebaulichen Entwicklungen zukünftig verstärkt auf den Bamberger Osten zu konzentrieren und zwar sowohl in Bezug auf die Brachenund Bestandsentwicklung als auch in Form von städtebaulichen, freiräumlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Impulsen innerhalb der verschiedenen Quartiere. Darüber hinaus wurde vor allem auch in der Qualität der sozialen und funktionalen Vielfalt, die den Bamberger Osten auszeichnet, ein Fundament für wichtige Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung gesehen.

Mit dem konkreten Termin im September 2014 für den Abzug des US-amerikanischen Militärs hat sich die Ausgangslage für die Stadtentwicklung Bambergs verändert. Deshalb wurde die Fortschreibung des SEK von 2011 mit besonderem Fokus auf den Bamberger Osten und die Konversionsflächen notwendig. Auch die in den letzten Jahren erhöhte Nachfrage nach Wohnraum in Bamberg machte eine Neujustierung der damaligen Ziele und Aufgaben notwendig.

Die Fortschreibung SEK 2014 „Perspektive Ost | Bamberger Konversionen“ bildet nun einen ersten konzeptionellen Rahmen und definiert einen Grundstock an Maßnahmen für die städtebauliche Entwicklung des Bamberger Ostens. Sie thematisiert die Einbettung der Konversionsflächen in die Struktur des Bamberger Ostens insgesamt und definiert insbesondere „städtebauliche Eckpunkte“ für die künftige Entwicklung der Kasernenareale beidseits des Berliner Rings.

Hierzu gehören die Integration erhaltenswerter Bausubstanz in der Lagarde-, der ehem. Artillerie und Panzerkaserne sowie der Housing Area, eine Verbesserung der stadträumlichen Verknüpfungen beispielsweise durch neue Wegeverbindungen, der Aus- und Aufbau attraktiver Grünverbindungen oder flexibel nutz- und bebaubare Baufelder. Zentralbereiche sollten gestärkt werden. Dies wäre durch die Schaffung von Plätzen, Grünbereichen und Versorgungseinrichtungen sehr gut möglich.

Wie bereits beim SEK 2011 wurde bei der Fortschreibung des SEK 2014 auf einen intensiven Dialog für die Gestaltung des Planungsprozesses gesetzt. In zahlreichen Bürgerveranstaltungen mit unterschiedlichen Formaten wurden gemeinsam Anregungen und Ideen für die Entwicklung des Bamberger Ostens und der Kasernenareale gesammelt und in das SEK übernommen.

Der eigens für diese „Jahrhundertaufgabe“ eingerichtete Konversionssenat flankierte diesen Prozess politisch und fasste die in diesem Rahmen notwendigen Beschlüsse. Diesem eingeschlagenen Weg des Dialogs mit den dafür etablierten Veranstaltungen ist auch der Ablauf des planerischen Wettbewerbs verpflichtet. Denn hier wird die intensive Arbeit von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung um eine weitere Komponente ergänzt: Das externe Expertenwissen.

Fortschreibung Stadtentwicklungskonzept (SEK) Bamberger Konversionen [PDF: 6,8 MB]

Drucken | Zurück