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OB Starke fordert schnellen Kauf der Lagarde

Neue Akteure im Bamberger Konversionsprozess informierten die Bürgerschaft

v.l.n.r.: Moderator Prof. Dr. Klaus Selle, Polizeidirektor Thomas Leide, Leitender Polizeidirektor Andreas Poddig, Leitender Regierungsdirektor Stefan Krug, Leiter Staatl. Bauamt Jürgen König, Lutz Leide (BImA, Sparte Facility Management), Oberbürgermeister Andreas Starke

Am 25. Mai hatte die Bürgerschaft bei der ARENA 10 erneut die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen an alle Akteure des Bamberger Konversionsprozesses zu richten. Es war der erste ARENA-Termin nach der Ankündigung der Bundespolizei, auf dem ehemaligen Kasernengelände im Bamberger Osten ein Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum (BPOLAFZ) für bis zu rund 2.100 Nachwuchspolizisten errichten zu wollen und nach der Nachricht, dass die Ankunfts- und Rückführungseinrichtung ARE II zu einer „besondere Aufnahmeeinrichtung“ für weiterhin bis zu 4.500 Flüchtlinge umgebaut werden soll.

Der Leitende Polizeidirektor Andreas Poddig (Bundespolizeiakademie), Polizeidirektor Thomas Lehmann (Leiter BPOLAFZ Bamberg), Lutz Leide (Leiter Facility Management/ BImA) sowie Stefan Krug (Regierung von Oberfranken) und Jürgen König (Leiter des Staatlichen Bauamtes Bamberg) berichteten über den aktuellen Planungsstand und standen in der ehemaligen Turnhalle auf dem Lagarde-Gelände den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Laut Krug stehe derzeit weder Zahl noch Nationalität der künftig in Bamberg untergebrachten Flüchtlinge fest. Dies werde im Gespräch zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit dem Bayerischen Sozialministerium diskutiert. Konkreter sind dagegen die Planungen der Bundespolizei: Wie Andreas Poddig berichtete, wird der Ausbildungsbetrieb zum 1. September mit 800 Polizeischülern beginnen, in der Hochphase werden dann über 2.000 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ausgebildet. Dauerhaft sollen regelmäßig rund 1.000 Anwärtern ausgebildet werden. Wie groß der Flächenbedarf letztendlich sei, könne man aber frühestens im Herbst absehen. Lutz Leide von der BImA betonte das Bemühen, der Stadt möglichst viele Flächen verkaufen zu wollen. Vorrangig sei aber der Bedarf von Bund und Freistaat durch die BImA zu befriedigen. Welche Flächen letztlich dem Konversionsprozess dauerhaft zur Verfügung stehen werden, könne daher heute noch nicht endgültig definiert werden.

OB Andreas Starke fordert nach wie vor einen schnellen Erwerb. Vor allem die Flächen der ehemaligen Lagarde-Kaserne werden benötigt, um das Digitale Gründerzentrum, für das sich die Stadt Bamberg beworben hat, zu errichten. Starke wies auch darauf hin, dass man täglich auf die zugesicherte schriftliche Freigabeerklärung des Freistaates für das Gelände warte. „Die Stadt möchte noch im Jahr 2016 kaufen, damit wir auf der ehemaligen Lagarde-Kaserne zeitnah einen attraktiven und modernen Stadtteil entwickeln können“, so Starke. Die Bürgerbeteiligung soll im Herbst fortgesetzt werden – bis dahin, so hoffen die Verantwortlichen in der Stadt Bamberg, werden die endgültigen Planungen von Bund und Freistaat abgeschlossen sein.

Auskünfte zum Thema:

Strategische Entwicklung und Konversionsmanagement (Amt 15)
Maximiliansplatz 3
96047 Bamberg

Telefon : 0951 / 87-1040
Kontaktformular
Raum : 2. OG / 206

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