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Flächennutzungsplanung

Im Flächennutzungsplan, auch "vorbereitender Bauleitplan" genannt, wird die Art der Bodennutzung, die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergibt, für das gesamte Gemeindegebiet in den Grundzügen dargestellt. Dieser Plan hat die Aufgabe, die verschiedenen räumlichen Nutzungsansprüche wie Wohnen, Gemeinbedarf, Gewerbe, Freiraum, Verkehr usw. zu koordinieren, zu steuern und zu einem abgewogenen Gesamtkonzept zusammenzuführen. Der Flächennutzungsplan ist damit das zentrale Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung.

Die aktuellen Planungsabsichten und Standortentscheidungen - auch der übergeordneten Planungsebenen - werden so für das gesamte Stadtgebiet zusammengefasst und transparent gemacht. Dabei werden nicht nur vorhandene Nutzungen, sondern auch Bedarfsprognosen und Entwicklungsszenarien für die folgenden etwa 15 bis 20 Jahre berücksichtigt.

Der Flächennutzungsplan der Stadt Bamberg besteht aus zwei Teilplänen, wobei der Teilplan "Art der Nutzung" gemeinhin als Flächennutzungsplan (FNP) bezeichnet wird, da er die Darstellung der aktuellen und zukünftig beabsichtigten Nutzungen beinhaltet. Der Plan begründet zwar noch keine Bauansprüche für die einzelnen Grundstückseigentümer, aber er ist für die Gemeinde und andere öffentliche Planungsträger bei späteren Entscheidungen verbindlich.

Der Teilplan "Landschaftsplan" (LP) berücksichtigt insbesondere die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege, auf Grundlage eines eigens erstellten Gutachtens. Die Grün- und Freiflächen werden hier ihrer Bedeutung gemäß weiter differenziert und nicht nur in ihrem aktuellen Zustand dargestellt, sondern es werden auch Entwicklungsziele formuliert. Auch Areale, die ökologisch weiterentwickelt werden können, sind eingearbeitet, beispielsweise Ausgleichsflächen, die auf Grund einer Bebauung erforderlich werden.

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